Wer Stromerzeuger ist oder werden möchte muss sich Gedanken machen, was er mit dem Strom machen will. Hierbei gibt es verschiedene Wege. Neben dem reinen Einspeisen und dem Eigenverbrauch rückt eine dritte Option verstärkt in den Vordergrund: die Direktvermarktung. Also der Verkauf von PV-Strom an der Strombörse. Klingt abstrakt, wird aber immer beliebter und die Akteure auf dem PV-Markt arbeiten daran, dass diese Option vereinfacht wird – denn die Uhr tickt.

Die Direktvermarktung ist das Modell der Zukunft?

Das klingt nach einer gewagten These ist aber nicht unrealistisch, wenn man sich die aktuelle Lage anschaut. 2000 erhielten die ersten Anlagen eine Einspeisevergütung begrenzt auf 20 Jahre. D.h. ab 2021 müssen sich die ersten Anlagenbesitzer überlegen, wie sie ihren Strom weiter nutzen.
Seit 2016 müssen bereits alle neuen PV-Anlagen ab 100 kWp an der Direktvermarktung teilnehmen. Das zeigt, dass bis dato die Anlagen über 100 kWp im Fokus stehen und es kleinere Anlagen noch schwer haben. Das ändert sich aber zusehends. Für kleinere Anlagen ergeben sich immer mehr Möglichkeiten, um einen lohnenden Einstieg in die Direktvermarktung zu finden.

Vorteile der Direktvermarktung von PV-Strom

Ein Vorteil ist ganz klar: Die Direktvermarktung ist eine Ergänzung zum Eigenstromverbrauch. Vor allem bei Neuanlagen mit niedrigem Einspeisetarif kann sich die Direktvermarktung bezahlt machen. Etwas Abstrakter ist die Funktion, die die Direktvermarkter am PV-Markt einnehmen. Sie tragen zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit unter alternativen Energien bei. Denn dank der direkten Vermarktung wird der dezentrale Strom wieder zentral steuerbar. Damit können dann u.a. Prognosen erstellt werden, die wiederum zur Netzstabilität beitragen.

Wie sieht die Vergütung aus?

Der Direktvermarktungspartner vermarktet den erzeugten Strom des Anlagenbetreibers und zahlt diesem monatlich den durchschnittlich an der Börse erzielten Strompreis (sogenannter „Marktwert“).
Marktprämie und Marktwert ergeben zusammen den anzulegenden Wert. Dieser anzulegende Wert ist im EEG definiert und garantiert dem Anlagenbetreiber eine fixe Vergütung über 20 Kalenderjahre. Die Marktprämie gleicht dabei immer die Differenz zwischen dem monatlich schwankenden Marktwert und dem gesetzlich zugesicherten fixen anzulegenden Wert aus und wird vom Netzbetreiber gezahlt.

Balkendiagramm

Wie funktioniert die Vermarktung von PV-Strom bis dato?

Bis heute war der Weg zur Direktvermarktung sehr komplex. Insgesamt fünf Parteien mussten dabei zusammenspielen. Diese bestehen aus dem Direktvermarkter, den Dienstleister des Direktvermarkters, einem Lösungslieferant zur Anbindung, dem Installateur und natürlich dem Betreiber. Die Anbindung war anspruchsvoll, da jede PV-Anlage unterschiedliche Voraussetzungen hat, die unterschiedliche Lösungen verlangten. Dazu kommt, dass die Datensicherung bei der Steuerung der Anlage gewährleistet sein muss. Diese Steuerung erfolgt durch zwei unterschiedliche Akteure – zum einen durch den Netzbetreiber und zum anderen durch den Direktvermarkter. Dabei muss jede einzelne Regelung der Anlage protokolliert werden. Zum Schluss kommt noch der Verwaltungsaufwand hinzu, um die Anlage für die Direktvermarktung anzumelden.

Hier galt es die Prozesse zu bündeln und für den Anlagenbetreiber zu vereinfachen. Erst dann wird die Direktvermarktung auch für kleinere Anlagen attraktiv.

Neue Wege in die Direktvermarktung

Solch eine einfache Lösung bietet die Solare Datensysteme mit ihrem Partner Virtuelles Kraftwerk der EnBW an. Die neue Lösung für eine schnelle und kostengünstige Teilnahme an der Direktvermarktung basiert auf zwei Komponenten.

  1. Mit dem Energie-Management-System Solar-Log™ gibt es eine technische Lösung.
  2. Das Virtuelle Kraftwerk der EnBW übernimmt die Anmeldung und anschließende Vermarktung des PV-Stroms.

Der Solar-Log Base liefert alle technischen Voraussetzungen und ist sozusagender Energiemanger: Er liefert die Informationen von der PV-Anlage an den Direktvermarkter und sorgt dafür, dass die Anlage durch diesen regelbar ist. Bei dem neuen Energiemanager ist die VPN-Funktion, welche für die Datenübertragung benötigt wird, bereits integriert. Damit fallen zusätzliche Kosten weg.

Schema der Direktvermarktung

Die Vereinfachung des Verwaltungsaufwands übernimmt das Virtuelle Kraftwerk der EnBW. Durch den Erlösrechner kann ganz einfach errechnet werden, welche finanzielle Vergütung man bei der Direktvermarktung des eigenen PV-Stroms erzielt. Im Anschluss daran kann der Antrag online eingereicht werden und die Direktvermarktung beginnen.

 

Flussdiagramm mit Symbolen

 

 

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