Batteriespeicher für die Photovoltaikanlage sparen Energie und Geld: Scheint die Sonne ungetrübt, speichern sie Teile des erzeugten Stroms. Ist es später dunkel, steht die selbst erzeugte Energie zum Verbrauch zur Verfügung. Dann muss weniger teurer Strom aus dem Netz bezogen werden. Batteriespeicher senken den externen Strombezug, um durchschnittlich 60 Prozent!

Doch was ist zu beachten, wenn man einen Photovoltaik-Batteriespeicher anschaffen möchte?

Kapazität des Batteriespeichers

Ein Stromspeicher sollte nicht zu klein sein, aber auch nicht zu groß. Rechner, die bei der Bestimmung der richtigen Kapazität helfen, bieten der Bundesverband für Solarwirtschaft und die Verbraucherzentrale NRW. Faustregel: Die Kapazität darf nicht zu hoch sein. Grund: Die Anschaffungskosten eines Speichers steigen eins zu eins mit jeder kWh mehr. Dagegen steigt der Grad der Unabhängigkeit vom Stromnetz, ab einer gewissen Schwelle nicht mehr im gleichen Maße. Wer einen Batteriespeicher anschafft und sparen möchte, sollte parallel überlegen, wie er den Stromverbrauch senken kann. Denn so spart man am meisten.

Kosten und Langlebigkeit des Batteriespeichers

…sollten einen wirtschaftlichen Betrieb erwarten lassen. Ein Beispiel: Betragen die Investitionskosten 1.000 EUR pro Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität, so ergeben sich bei 20 Betriebsjahren Speicherkosten von 20 Cent pro kWh, bei 10 Betriebsjahren wären die Speicherkosten doppelt so hoch und damit unter Umständen nicht mehr wirtschaftlich. Beim Öko-Institut finden Sie detaillierte Grafiken zum Thema und ein Excel-basiertes Tool zum Selbst-Rechnen. Einen Marktüberblick zu Batteriespeichern finden Sie beim Verein CARMEN e.V.

Fördermöglichkeiten der Photovoltaik und des Batteriespeichers

…sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Förderprogramme für Speicher existieren 2019 in Baden-Württemberg, Brandenburg (seit September 2018 ausgesetzt), nach Pause auch wieder in Nordrhein-Westfalen sowie in Sachsen und Thüringen.

Ein bundesweites Programm der KfW-Bank ist Ende 2018 ausgelaufen. Allerdings kommen Batteriespeicher für ein anderes, Förderprogramm der KfW in Betracht (Programm 270). Dieses Programm vergibt Kredite an Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen. Es gilt sowohl für neue Photovoltaik-Anlagen als auch für Bestandsanlagen auf Dächern, an Fassaden und auf Freiflächen. Hier können Laufzeiten zwischen fünf und 20 Jahren sowie tilgungsfreie Anlaufjahre vereinbart werden. Zuständig für die Abwicklung ist die jeweilige Hausbank.

Energie zu speichern soll netzdienlich sein

Für die Förderung muss der Batteriespeicher „netzdienlich“ sein. Ziel ist es den Eigenverbrauch zu erhöhen. So wird weniger Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Das tut der Netzstabilität gut, besonders in Zeiten mit hoher Erzeugung – also mit viel Sonnenschein. Deshalb verlangen die Förderprogramme, dass nur ein bestimmter Anteil der erzeugten Energie in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden darf. Mit einem Batteriespeicher – der idealerweise intelligent gesteuert wird – können Betreiber von PV-Anlagen dieser Anforderung gerecht werden und zwar ohne unnötige Abregelung der Anlage. So geht keine Energie verloren.

Wichtig: Nehmen Sie vorab mit den entsprechenden Behörden Kontakt auf. In der Regel muss die Antragstellung vor der Investition erfolgen. Und es gibt weitere Details zu beachten, etwa bestimmte technische Voraussetzungen und Leistungsgrenzen.

Den Batteriespeicher intelligent laden

Die höchste Ersparnis liefert ein Batteriespeicher, wenn er aktiv gesteuert wird. Moderne Software-Lösungen sind dazu in der Lage. Das PV-Energie-Management mit Solar-Log™ wertet die Wetterprognosedaten und den Verbrauch aus. Zusätzlich wird die Kapazität des Batteriespeichers und die Leistungsfähigkeit der Photovoltaik-Anlage berücksichtigt.

Solar-Log™ bietet mit dem Batteriespeicher von Varta die sogenannte Ladezeitverschiebung an. Das System legt dabei den Ladevorgang ins ideale Zeitfenster und erstellt einen durchdachten Zeitplan fürs Aufladen. So sorgt das Energie-Management dafür, dass Sie keine PV-Energie verlieren und am Ende eines Tages einen vollen Batteriespeicher haben.

Zudem reduzieren sich Verluste, die sonst durch die Abregelung der Photovoltaik-Anlage entstehen würden: Steht kein Batteriespeicher zur Verfügung oder wird er nicht intelligent gesteuert, so muss die Leistung der PV-Anlage zu Spitzenzeiten gedrosselt werden. Diese Drosselung entfällt dann. Stattdessen wird der Batteriespeicher aufgefüllt.

Batteriespeicher können sich auch bei alten PV-Anlagen lohnen

Auch wenn die geförderte Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken ist und nach 20 Jahren Betrieb komplett wegfällt: Ein Batteriespeicher für PV-Energie macht PV-Anlagen weiterhin wirtschaftlich. Das ist nach Wegfall der staatlichen Förderung ein vielversprechender Weg, ältere Anlagen dennoch sinnvoll zu nutzen. Das gilt, wenn man von weiter steigenden Strompreisen ausgeht – oder gleichzeitig in Stromsparmaßnahmen investiert.

Batteriespeicher zahlen sich für Besitzer älterer PV-Anlagen unter Umständen aus. Läuft die Förderung der Einspeisevergütung nach 20 Betriebsjahren aus, hat sich die Anlage in der Regel bereits bezahlt gemacht. Sie produziert Energie für nahezu 0 Euro pro kWh. Doch um den Verkauf dieser Energie am Strommarkt, müssten sich die Inhaber nach Ablauf der Förderung selbst kümmern. Der Preis, der am Markt pro kWh bezahlt wird, liegt jedoch zu niedrig, als dass sich das lohnen würde.

Strom sparen und Batteriespeicher kombinieren

Einfacher und wirtschaftlicher ist es, diese Energie im Speicher zu parken und selbst zu verbrauchen. Die Eigennutzung mit einem Batteriespeicher gilt als geeigneter Weg, die ältere Anlage nach wie vor gewinnbringend zu nutzen. Indessen ist eine Einschränkung zu machen: Geht man davon aus, dass die Strompreise (wegen wegfallender Zu- und Umlagen) ab 2025 wieder leicht sinken werden, lohnt sich die Investition in einen Speicher für Alt-Anlagen laut Öko-Institut nicht automatisch. Dies sei nur dann der Fall, wenn gleichzeitig in Stromsparmaßnahmen investiert werde. Das Strom sparen ist ein Aspekt, den das Institut stärker in den Fokus rücken möchte.

Möglichst hohe Stromsparmaßnahmen in Kombination mit einem möglichst kleinen Batteriespeicher: Das sei für die Besitzer von Anlagen mit auslaufender Förderung der beste Weg, stellt das Institut in seiner Studie „Einsatz und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Batteriespeichern in Kombination mit Stromsparen“ (PDF-Seite 10) fest.

Einig sind sich die Institute und Marktbeobachter in einer Einschätzung: Der Siegeszug der kleinen Stromspeicher wird sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen.

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